Verkehrssicherheit

Road Safety Audit RSA

Projekte verkehrssicher entwerfen und planen

Road Safety Audit RSA

Das RSA dient dem Erkennen von Sicherheitsdefiziten in den Projektierungsunterlagen beim Entwurf der kantonalen Strasseninfrastruktur. Systematisch werden durch einen unabhängigen Auditor oder Auditteams potenziell sicherheitskritische Situationen identifiziert, die sich aus der Wahl und Kombination von Entwurfselementen ergeben. Der Strasseneigentümer erhält die Möglichkeit, Projekte frühzeitig zu korrigieren, um die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu verbessern. Bei der Planung von Strassen müssen Kompromisse zwischen den unterschiedlichen Interessen verschiedener Beteiligter eingegangen werden. Das Umfeld mit Bebauung, Fauna und Flora sowie ökonomischen Rahmenbedingungen erfordern Anpassungen der Planungen und Annäherungen an die Grenzwerte des technischen Regelwerkes. Entsprechend stellen oft komplexe Planungssituationen hohe Anforderungen an die Planer, Auftraggeber und die mit der Qualitätssicherung betrauten Ingenieure. Diese Situationen werden bezüglich der verkehrssicherheitsrelevanten Aspekte nicht immer optimal gemeistert.

Das Tiefbauamt prüft sämtliche kantonalen Strassenbauprojekte in den verschiedenen Planungsphasen. Damit können die Anliegen der Verkehrssicherheit bereits vor dem Bau einfliessen. Ziel ist es, mit einem RSA bei Strasseninfrastrukturanlagen bereits auf der Projektierungsstufe Sicherheitsdefizite zu erkennen und in den nachfolgenden Planungsschritten zu beheben. Der geringe Mehraufwand der Ressourcen für ein RSA lohnt sich, um einen immensen Mehrwert zu Gunsten der Verkehrssicherheit bei der Projektierung von Strassenanlagen zu generieren. Die Voraussetzungen für eine sichere Strasseninfrastrukturanlage werden bereits bei der Planung geschaffen und erlauben die Realisierung von verkehrssicheren Strassen.

Das Sicherheitsaudit kann Projekte hinsichtlich der Verkehrssicherheit massgebend beeinflussen und Defizite aufzeigen. Eine Änderung in der Planung vorzunehmen ist wesentlich günstiger als realisierte Bauvorhaben nachzubessern oder Anpassungen vorzunehmen.

Mit diesem Instrument trägt der Kanton Zürich bei der Planung und Bau der Strasseninfrastruktur den Anliegen der Verkehrssicherheit angemessen Rechnung und erfüllt somit den Art. 6a Abs. 1 nach dem Strassenverkehrsgesetz (SVG) vom 19. Dezember 1958 (Stand am 1. Januar 2014).