Verordnung

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Neue Gesetzesgrundlage und Revision SLV

Die Schall- und Laserverordnung wird in eine neue Verordnung (V-NISSG) integriert und revidiert. Die öffentliche Vernehmlassung zur V-NISSG wurde Ende Mai 2018 abgeschlossen. Die Stellungnahmen werden zur Zeit vom BAG ausgewertet und die Differenzen mit den betroffenen Branchenverbänden diskutiert.

Was übernimmt der Verordnungsentwurf von der bisherigen SLV?

Grenzwerte bleiben
Die Schallpegelgrenzwerte werden nicht angepasst, sondern bleiben gleich. Wie bisher können die Gemeinden zum Schutz der Nachbarschaft tiefere Werte vorgeben.

Eigenverantwortung bleibt 
Die Anpassungen tangieren die Eigenverantwortung der Besucher nicht. Gehörschützer sind wie bis anhin bei Veranstaltungen ab 93 dB(A) dem Publikum kostenlos anzubieten.

Was ändert der Verordnungsentwurf gegenüber der bisherigen SLV?

Schallpegel messen
Der Vernehmlassungsentwurf sieht vor, dass sowohl für die kantonalen Vollzugsorgane wie auch für die Veranstalter die Anforderungen der bestehenden Messmittelverordnung gelten. Bisher können die Veranstalter den Schallpegel mit einem Messgerät ohne Genauigkeitsanforderungen überwachen. Mit der neuen V-NISSG möchte man dieselben Voraussetzungen für Veranstalter und Vollzugsbehörden schaffen.

Schallpegel aufzeichnen
Neu im Vernehmlassungsentwurf ist auch die Pflicht, Veranstaltungen ab einem mittleren Stundenpegel von 93 dB(A) aufzuzeichnen.

Lauter unverstärkter Schall
Bei Veranstaltungen in Gebäuden oder bei stationären Bühnen im Freien ab einem mittleren Stundenpegel von 93 dB(A) muss das Publikum mit Plakaten informiert werden und es sind gratis Gehörschützer abzugeben. Messungen werden in diesem Fall nicht vorgeschrieben.

Die V-NISSG (Verordnung) und das NISSG (Gesetz) treten im Frühjahr 2019 in Kraft. Für Veranstaltungen mit Schall gilt eine einjährige Übergangsfrist, d.h. diese Veranstaltungen können bis ein Jahr nach Inkraftsetzung gemäss den Anforderungen der bisherigen Schall- und Laserverordnung durchgeführt werden.  

 
Chronologie Gesetzgebung NISSG

Dokumente V-NISSG (Stellungnahmen, Verordnungstext, erläuternder Bericht)

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Was will die noch gültige Schall- und Laserverordnung?

Laserstrahlen und hohe Schallpegel, wie sie bei Konzerten, in Diskotheken und ähnlichen Veranstaltungen vorkommen, können das Publikum gefährden. Zweck der Schall- und Laserverordnung ist es, das Publikum vor diesen Gefahren zu schützen. Die Verordnung gilt für Veranstaltungen in Gebäuden und im Freien, bei denen elektroakustisch erzeugter oder verstärkten Schall auf das Publikum einwirkt oder Laserstrahlen erzeugt werden.

Foto einer Lasershow

Nie lauter als 100 dB(A)

Allgemein gilt nach SLV ein Grenzwert von 93 dB(A) im Stundenmittel. Wird dieser Grenzwert überschritten, unterliegt die Veranstaltung einer Meldepflicht. Zusätzlich gehört es zu den Pflichten des Veranstalters, den Schallpegel zu überwachen, kostenlos Gehörschützer anzubieten und das Publikum sowohl über den maximalen Schallpegel als auch über die Gefährdung des Gehörs zu informieren. Bei einer Veranstaltung mit Schallpegeln bis 100 dB(A) und einer Dauer von über drei Stunden muss der Schallpegel auch aufgezeichnet werden. Zudem muss dem Publikum eine Ausgleichszone mit maximal 85 dB(A) im Stundenmittel zur Verfügung stehen.


Veranstaltungen, die sich ausschliesslich an Jugendliche unter 16 Jahren richten (Schülerdiscos etc.), dürfen nicht lauter als 93 dB(A) sein.

Gefahr durch Laseranlagen

Laser konzentrieren die Lichtleistung. Da Laserlicht von unseren Augen ebenso wie jedes andere Licht aufgenommen wird, kann Laserlicht Augenschäden, insbesondere Netzhautverletzungen verursachen. Jede Laseranlage muss so eingerichtet und betrieben werden, dass das Publikum vor schädlichen Einwirkungen geschützt ist.
Design, Installation und Betrieb einer Laseranlage sind durch erfahrene und gut ausgebildete Personen vorzunehmen. Beim Aufbau und beim Betrieb der Laseranlage muss die Laserleitlinie IEC 60825-3 befolgt werden. Der Betrieb von Laseranlagen ist meldepflichtig.

Vollzug der Schall- und Laserverordnung (SLV) im Kanton Zürich

Die vorliegenden Ausführungen beziehen sich auf die Vollzugspraxis der Fachstelle Lärmschutz.

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