Wangen-Brüttisellen

Verkehrssituation an der Flamingokreuzung wird optimiert

Um die Verkehrssituation an der sogenannten «Flamingokreuzung» beim Brüttiseller Kreuz zu verbessern, hat der Kanton Zürich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangen-Brüttisellen ein Strassenprojekt ausgearbeitet. Der Regierungsrat hat das Projekt im April 2017 festgesetzt. Gegen diesen Beschluss ist der Rechtsweg beschritten worden. Damit verzögert sich der für den Frühling 2018 geplante Baubeginn auf unbestimmte Zeit.

Das Brüttiseller Kreuz und die Zürichstrasse im Bereich der Einmündungen der Industriestrasse in Dietlikon und der Lindenbuckstrasse in Brüttisellen sind Verkehrsachsen mit einem hohen Verkehrsaufkommen. So verkehren auf der Zürichstrasse pro Tag fast 20‘000 Fahrzeuge. Mit der heutigen Verkehrsführung Zürichstrasse / Stationsstrasse (Flamingokreuzung) kommt es daher häufig zu Kapazitätsproblemen. Da die Zürichstrasse in diesem Bereich sanierungsbedürftig ist, besteht Handlungsbedarf. Der Kanton Zürich hat in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Wangen-Brüttisellen ein Instandsetzungsprojekt erarbeitet. Dieses sieht die Erneuerung des bestehenden Belags sowie Aus- und Neubauten der bestehenden Strassen vor. Zudem werden die Trottoirs der Zürichstrasse zu einem kombinierten Rad-/Gehweg ausgebaut.

Verkehrsfluss verbessern

Das Strassenprojekt ist ein zentrales Element der Regionalen Verkehrssteuerung (RVS), mit welcher der Kanton die Reisezeiten mit Bus und Auto berechenbarer und die Fahr-zeiten verkürzen will. Dank den RVS-Massnahmen werden Nebenstrassen vom Verkehr entlastet und die Sicherheit für den Langsamverkehr verbessert. Im Zuge der RVS soll nun auch die Verkehrssituation beim Brüttiseller Kreuz verbessert werden. Die Verkehrsführung wird durch eine Verschiebung der Kreuzung Zürichstrasse / Stationsstrasse und einer zusätzlichen Lichtsignalanlage verändert. Des Weiteren soll durch zusätzliche Fahrstreifen auf der Zürichstrasse und auf dem Autobahnanschluss A1 / A53 der Rückstau auf die Abbiegespur Richtung Bahnhof Dietlikon und die Autobahn vermieden oder mindestens reduziert werden. Von diesen Massnahmen profitiert auch der öffentliche Verkehr. Die Busse können effektiver bevorzugt werden und somit den Fahrplan besser einhalten. Auch für Velofahrer sind Verbesserungen vorgesehen. Der Veloverkehr wird auf einen neugeschaffenen Rad-/Fussweg verlagert, was zur erhöhten Verkehrssicherheit beiträgt.

Durch Beschwerde blockiert

Das gesamte Bauvorhaben kostet 15,45 Millionen Franken. Davon entfallen 3,05 Millionen Franken auf die Gemeinde Wangen-Brüttisellen. Der Regierungsrat hat die gebundenen Ausgaben für den Kanton von 4,2 Millionen Franken im Januar 2017 bewilligt und der Kantonsrat hat den neuen Ausgaben von 8,2 Millionen Franken im Juli 2017 mit 150:17 Stimmen zugestimmt.

Das Projekt lag im Juni 2016 öffentlich auf. Innerhalb der Auflagefrist wurden acht Einsprachen eingereicht, die projektbezogene und teilweise enteignungsrechtliche Begehren enthielten. Mit vier Einsprechenden konnte keine vollumgängliche Einigung gefunden werden, weshalb diese Einsprachen in der Projektfestsetzung vom April 2017 zu behandeln waren. Der Regierungsrat hiess drei Einsprachen teilweise gut, soweit er darauf eintrat. Eine Einsprache wurde vollumfänglich abgewiesen. Ein Einsprecher hat gegen die Projektfestsetzung beim Verwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht. Deshalb kann das kantonale Tiefbauamt den geplanten Baubeginn vom Frühling 2018 nicht einhalten. Wann mit den Bauarbeiten begonnen werden kann, ist offen.