Verkehrsfluss im Industriegebiet Dietlikon soll verbessert werden

19.05.2016 - Medienmitteilung

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Die Verkehrssituation im südlichen Industrie- und Gewerbegebiet von Dietlikon ist seit längerer Zeit unbefriedigend. Deshalb hat der Kanton Zürich in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Dietlikon ein Strassenprojekt ausgearbeitet, das die Siedlungsgebiete entlastet, den Verkehr verflüssigt und die Verkehrssicherheit erhöht. Der Regierungsrat hat das Projekt festgesetzt und den Kantonsbeitrag von rund 16 Millionen Franken bewilligt.

Die Neue Winterthurerstrasse in Dietlikon ist eine Hauptverkehrsstrasse, auf der täglich rund 19‘000 Fahrzeuge verkehren – Tendenz steigend. Sie verbindet Dietlikon mit Wallisellen sowie mit Wangen-Brüttisellen und dem Autobahnanschluss beim Brüttiseller Kreuz. Im südlich der Kantonsstrasse gelegenen Industrie- und Gewerbegebiet, aber auch entlang der Neuen Winterthurerstrasse, wurden in der Vergangenheit zahlreiche publikumsintensive Nutzungen (Einkaufsgeschäfte, Kinos etc.) angesiedelt. Das daraus entstandene Verkehrsaufkommen, aber auch der mit der Autobahn A1 verbundene Ausweichverkehr, führen insbesondere in den Spitzenstunden zu Verspätungen der ÖV-Busse und zu Rückstaus, die teilweise auch die Neue Winterthurerstrasse sowie die Ausfahrt der Autobahn A1 beim Brüttiseller Kreuz tangieren.

Verflüssigung des Verkehrs durch Einbahnregimes

2011 wurden verschiedene Varianten für ein neues Verkehrsregime zusammen mit den betroffenen Grund­eigentümern, Vertretern der Betriebe, der Nachbargemeinden und der Ortsparteien in einem Workshop-Verfahren verifiziert. Das daraus entwickelte Strassenprojekt sieht vor, den Verkehrsfluss mit zwei Kreisverkehrssystemen zu verflüssigen. Dazu wird auf der lndustrie- und der Brandbachstrasse im östlichen Bereich des Zentrums Dietlikon Süd ein Einbahnregime eingerichtet und die bisherige Gegenverkehrsspur als Busspur und Velostreifen genutzt. Durch die separate Busspur, die dank dem Einbahnregime ohne Landerwerb realisiert werden kann, können die Verlustzeiten beim öffentlichen Verkehr reduziert und in Zukunft Taktverdichtungen und Linienverlängerungen ermöglicht werden.

lm Westteil wird die lndustriestrasse im Gegenuhrzeigersinn für den motorisierten lndividualverkehr betrieben und so unter Einbezug der Dübendorferstrasse und der Neuen Winterthurerstrasse ein Kreisverkehrssystem realisiert. Die drei bestehenden, lichtsignalgesteuerten Kreuzungen an der Neuen Winter­thurerstrasse müssen zu diesem Zweck um- bzw. ausgebaut werden. Sie erhalten teilweise andere Abbiegebeziehungen und zusätzliche Abbiegespuren, so dass die Grünzeiten besser ausgenutzt und die Kapazitäten gesteigert werden. Zudem werden in der Neuen Winterthurerstrasse die Werkleitungen erneuert und neue Speicherkanäle für die Strassenentwässerung angelegt.  

Insgesamt 16 Einsprachen

Die Gesamtkosten für dieses Strassenprojekt betragen rund 24 Millionen Franken. Die Gemeinde Dietlikon hat im März 2015 an der Urne einen Beitrag von 8 Millionen Franken an die Kosten für die verkehrstechnischen Massnahmen zur Umsetzung der Regionalen Verkehrssteuerung bewilligt. Der Regierungsrat hat nun die gebundenen Ausgaben von etwas mehr als 13 Millionen Franken und die neuen Ausgaben von knapp 3 Millionen Franken gutgeheissen.

Die öffentliche Auflage des Bauprojekts und des Landerwerbsplans gemäss Strassengesetz erfolgte vom 8. Mai bis 8. Juni 2015 in Dietlikon, Wallisellen und Wangen-Brüttisellen. Innerhalb der Auflagefrist sind insgesamt 16 Einsprachen eingegangen. Sie betrafen grösstenteils den Landerwerb sowie die Erschliessung des Quartierplangebiets Mähenried, das sich grösstenteils auf Walliseller Gemeindegebiet befindet. Mit sieben Einsprechenden konnte im Rahmen der Einigungsverhandlungen eine einvernehmliche Lösung gefunden werden, die anderen Einsprachen wurden vom Regierungsrat mit der Projektfestsetzung teilweise gutgeheissen oder abgewiesen.

Falls gegen den Regierungsratsbeschluss innert der 30-tägigen Rekursfrist keine Beschwerde erhoben wird, kann noch dieses Jahr mit den Bauarbeiten begonnen werden. Die Bauzeit beträgt rund 16 Monate.

(Medienmitteilung des Regierungsrates)

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